Smart Home im Neubau mit KNX – Kosten und Planung

Viele Häuslebauer haben schon flüchtig von KNX gehört. Fehlendes technisches Verständnis und auch der Baustress sorgen in der Praxis häufig dafür, dass man sich nicht intensiver mit der Technik und den umfangreichen Möglichkeiten, die KNX bietet, auseinandersetzt. Eine fatale Entscheidung, wie ich finde. Ein Haus baut man meist nur einmal in seinem Leben, spätere Änderungen sind nur mit sehr hohem Aufwand und hohen Kosten zu realisieren.

 

Eine spätere Umstellung von konventioneller Hauselektrik auf KNX wäre so, als würden Sie Ihren neu gekauften PKW von einem Diesel Motor auf einen Benziner umrüsten wollen. Technisch mit viel Aufwand machbar, wirtschaftlich nicht sinnvoll.

 

Daher sollten Sie jetzt zukunftsweisend bauen und darauf achten, nicht jetzt schon eine veraltete Haustechnik zu installieren, bei der die Lichtschalter und Steckdosen meist in einer 2er oder 3er Kombination rechts oder links neben der Tür zu finden sind. Häufig finden sich an der Wand noch zusätzliche Schalter für die Jalousien bzw. Rollläden und für die Heizung noch ein zusätzlicher Thermostat mit Regler für die Raumtemperaturregelung. Obwohl dies weder zeitgemäß noch modern ist, wird es vom Elektrohandwerk noch immer gerne verkauft und installiert.

Nicht zu vergessen ist das Lampenkabel, das meist mittig im Raum von der Decke hängt und in der Praxis nicht da ankommt, wo es gebraucht wird (mittig über dem Tisch oder der Sitzecke). Es gibt seit einigen Jahren im Bereich der Beleuchtungstechnik viele tolle Möglichkeiten unter anderem mit mehrfarbigen LED Leisten Akzente zu setzten. Aufgrund mangelnden Wissens der ausführenden Planer und Elektriker kommen diese meist nicht zum Einsatz.

Bauherren hinterfragen die geplante Elektroinstallation bei Ihrem Elektriker und erkundigen sich nach aktuellen Trends und den technischen Möglichkeiten. Leider fehlt es bei Elektrikern oft noch an Grundkenntnissen im Bereich eines vernetzten Smarthomes, um qualifiziert und kundenorientiert zu beraten. Das kann dazu führen, dass der Elektriker den Bauherrn von einer einer zukunftsweisenden Smarthome Lösung abrät. Eine fatale Entscheidung, wie ich finde. Die später nicht mehr zu korrigieren ist.

 

 

Ein Smarthome live erleben

Die Besichtigung eines Smarthomes sollte jeder Bauherr vor Beginn der Bauphase einplanen.

Von daher kann ich nur immer wieder appelieren, dass Sie sich auch wenn der Baustress noch so hoch ist, mit dem Thema Smarthome befassen und am besten mit einem Profi das Gespräch suchen. Häufig sind die Erstgespräche  kostenlos und unverbindlich. Optimal ist es, wenn der Smarthome Planer Ihnen die Technik auch direkt vorführen kann. Einige Elektriker nutzen dafür einen Showroom, wo man dann mit dem Tablet oder auch einem Touchmonitor Licht schalten kann, Rolläden und Heizungsfunktionen nachgebildet sind und die Funktion näher bringen.

Noch besser ist es natürlich, sich ein „ganzes“ Smarthome zeigen zu lassen, hier wird das Zusammenspiel zwischen der Technik mit den verschiedenen Sensoren und Aktoren meist verständlicher und der Nutzen ist besser erkennbar. Auch ich biete Interessierten Bauherren eine Smarthome Besichtigung an. Ich präsentiere Ihnen ein bewohntes Haus (Baujahr 2012) mit über 300m² Wohnfläche. Ausgestattet mit modernster KNX Technik, Bedienung über Touchmonitor, Tablet und Smartphone und vielen weiteren technischen Gimmicks.  Hier finden Sie dazu weitere Details zum Haus »»

 

Infos zu einer konventionellen Hauselektrik

Bei einer konventionellen Hauselektrik wird vom Verteilerschrank meist ein Stromkabel in die einzelnen Räume gezogen. Für die Verdrahtung eines Raumes wird eine Unterputzdose vorgesehen. Diese befindet sich häufig über der Zimmertür. Hier kommen dann die Kabel aus dem Verteilerschrank und die Kabel aus dem jeweiligen Raum (Lampenkabel, Steckdosen, Rolladen.etc.) an und werden miteinander verbunden.

Meist finden sich an der Wand noch zusätzliche Schalter für die Jalousien bzw. Rollläden und für die Heizung noch ein Thermostat mit Regler für die Temperatureinstellung des Raumes. Sobald dann der Maler noch die Tapeten auf die Wand und über den Deckel der Anschlussdose geklebt hat, ist diese später kaum noch auffindbar. Bei einer Funktionsänderung der technischen Schaltung lässt sich die Dose meist nur öffnen, wenn man dabei die Tapete beschädigt.

 

Das geht auch anders, in der Bauphase bereits auf eine Sternverkabelung setzen

Bei einer Sternverkabelung werden alle Stromkabel vom Elektroverteiler zu den einzelnen Geräten gezogen. Wandschalter, Steckosen, aber auch die Wand-und Deckenbeleuchtung erhalten jeweils eine eigene Zuleitung. 3fach Steckdosen werden nach Möglichkeit mit einem 5-adrigen Stromkabel angeschlossen, damit hat man später mehr Möglichkeiten, um angeschlossene Verbraucher individuell Ein/Ausschalten zu können.

Auch das grüne Buskabel, welches bei KNX immer zum Einsatz kommt, sollte sinnvoll verlegt werden und mehrfach in jedem Raum vorhanden sein.

Da für die Sternverkableung deutlich mehr Kabel verlegt werden müssen, steigen die Kosten im Vergleich zur konventionellen Verkabelung selbstverständlich deutlich an. Dabei wird häufig nur der Materialpreis für das Stromkabel bedacht, aber der größere Kostenanteil fällt auf den Zeitaufwand zurück. Es müssen deutlich mehr  bzw. tiefere Schlitze für die Kabelverlegung in die Wände eingebracht werden. Das verlegen der zusätzlichen Kabel ist ebenfalls zeitaufwendig und damit für die Preisdifferenz ein entscheidender Faktor.

 

Kosten senken durch Eigenleistung
Mit technischem Verständnis, etwas Zeit während der Bauphase und dem passenden Elektriker können Sie durch das Einbringen von Eigenleistung die Mehrkosten für die Sternverkabelung deutlich reduzieren.

 

 

Ganz egal, ob Sie nun der privater Bauherr, der Architekt oder der Elektroinstallateur sind, Ich kann mit meiner Erfahrung im Bereich der Smarthome Technik individuell beraten und unterstützen.

Ich berate Sie gerne persönlich. Rufen Sie mich jetzt an unter Telefon: 04305 / 99 13 13 5

mit freundlichen Grüßen
Marc Leipnitz