Smarthome im Altbau

Abhängig von der Ausgangssituation und den gewünschten Features gibt es verschiedene Ansätze

 

  • Smart Home Technik ist prinzipiell nachrüstbar im “Altbau”
  • bei Entkernung ist eine Umstellung auf Smart Home Technik am wirtschaftlichsten
  • Powernet Lösungen können eine Alternative sein, sind aber ebenfalls kostenintensiv in der Anschaffung
  • ist der Installationsaufwand zu hoch, kann eine Funklösung eine Alternative sein

 

 

Smart Home Technik im Altbau nachrüsten

Ein Haus oder auch eine Wohnung mit bereits bestehender Elektroinstallation auf eine Smarthome Technik umzurüsten ist schon relativ aufwendig und mit nicht zu unterschätzenden Kosten verbunden.

Optimal ist es, wenn Sie planen das  Haus komplett zu entkernen. Bei einer Entkernung bleibt meist nur das Mauerwerk stehen. Versorgungs-leitungen, Decken und Böden werden in der Regel komplett ausgetauscht. Sollte das der Fall sein, so kann der Elektriker ohne großen Aufwand die Elektroleitungen neu verlegen, die für ein vernetztes Haus (Smart Home) benötigt werden.

Sie müssen vor Beginn der Arbeiten genau definieren, welche Funktionen zukünftig gesteuert werden sollen. Hierzu nehmen Sie am besten mit einem Fachmann für Smarthome Planung Kontakt auf. Dieser kann Sie bei Ihrem Vorhaben beraten und unterstützen und die technischen Details mit Ihrem ausführenden Elektriker abstimmen.

Problematischer ist es, wenn Sie in einem bestehenden Haus oder einer Wohnung auf Smart Home Technik umstellen wollen, eine vollständige Entkernung der Bausubstanz aber nicht geplant ist. Wände aufstemmen um Stromkabel  zu verlegen macht nicht nur viel Arbeit und  Dreck in der Wohnung, sondern zieht auch Folgearbeiten nach sich, gemeint ist hier in der Regel der Maler der die Wände verspachteln und streichen muss.

 

Powernet Verkabelungen – eine Alternative ?

Bei Powernet Verkabelung erfolgt die Datenübertragung der Geräte über das vorhandene 230V Stromnetz. Bei dem Powernetsystem sparen Sie sich zwar viel Installationsaufwand, da Sie in der Regel keine neuen Stromleitungen verlegen, allerdings müssen Sie bei der Powernettechnik  in sämtlichen Wandschalter “kleine” Busankoppler und spezielle Schalter verbauen, um die Schaltsignale zu übertragen. Beim Empfänger, also zum Beispiel eine anzusteuernder Deckenlampe oder einer Stehlampe müssen dann die Aktoren in die bestehenden UP Installationsdosen installiert werden. Nicht immer ist der benötigte Platz für die kleinen Module in den Dosen vorhanden.

Die Kosten für die Aktoren und Sensoren sind ebenfalls nicht zu unterschätzen. Schnell sind bei einem Einfamilienhaus hierfür einige tausend Euro in der Anschaffung zu kalkulieren. Der Aufwand für die Anpassungen am vorhandenen Stromnetz und die Programmierung der Module mit den gewünschten Funktionen kommt ebenfalls hinzu und beträgt meist einige tausend Euro. Die Gesamtkosten für die Umstellung eines Einfamilienhauses liegen dann schnell im im unteren 5-stelligen Eurobereich, abhängig von der gewünschten Ausbaustufe und den Funktionen.

Sollte Ihr verfügbares Budget für die Umstellung der Haustechnik geringer ausfallen, so wäre ein “bisschen” Smart Home Technik trotzdem möglich. Dann sind für Sie die günstigen Komplettpakete von Baumärkten oder Energieversorgern eine Alternative, die auf Funkbasis arbeiten. Diese Systeme kosten meist deutlich unter 1000 Euro, sind vom Laien mit etwas technischem Verständnis meist selbst zu installieren und in Betrieb zu nehmen.

Der Nachteil von Funklösungen sind gelegentliche Funkstörungen und damit Schaltfehler oder auch der regelmäßig erforderlichen Batteriewechsel. Beim Funktionsumfang müssen Sie ebenfalls Einschränkungen hinnehmen. Diese günstigen Smart Home Lösungen sind eben nicht vergleichbar mit einer professionellen Smart Home Technik mit Busverkabelung, sondern “nur ein Kompromiss”.

Welche Lösung für Ihr Objekt und Ihre zukünftigen Anforderungen an die Haustechnik die Beste ist, sollten Sie mit einem Fachmann besprechen.

 

Ich berate Sie gerne persönlich.

Rufen Sie mich jetzt an unter Telefon: 04305 / 99 13 13 5

mit freundlichen Grüßen
Marc Leipnitz